Erneute Zusammenkunft mit dem Strassenbauamt am 23. Juli 2020 – es gibt einen neuen Plan!

Nachdem wir im April aus Gründen der Corona-Pandemie eine informative Zusammenkunft im Straßenbauamt aussetzen mussten, war es nun am 23. Juli soweit: Das Straßenbauamt Freising, vertreten durch Frau Pfister und Herrn Oelschlegel, lud uns ein, um über den neuesten Stand des Radweg-Projekts zu informieren. Also machten wir, Emil Andorfer und Dieter Lange, uns zeitig am Morgen mit unseren Fahrrädern auf den Weg und radelten nach Dachau zum  Ludwig-Thoma-Haus, wo in großzügiger und sicherer räumlicher Atmosphäre referiert werden konnte.

Dieter Lange und Emil Andorfer auf dem Weg nach Dachau (Fahrradweg zwischen Biberbach und Ampermoching: So müssen Fahrradwege sein!)

Neben den Vertretern des Bauamts waren dabei Frau Hildegard Weßner (3. Bürgermeisterin von Petershausen) in Vertretung von Bürgermeister Fath, dann Frau Johanna Mertl  vom CSU Bürgerbüro und schließlich MdL Bernhard Seidenath, der diese neue Zusammenkunft maßgeblich unterstützt und organisiert hatte.

Herr Oelschlegel erklärte, dass es nun eine weitere mögliche Variante des Radwegprojekts gäbe, die bereits bekannte Version von Anfang Dezember (wir berichteten) und eine zweite, die er heute ausführlich erläutern wollte.

So konnte nach einer jüngst durchgeführten Baugrunduntersuchung am jetzigen Straßenkörper erkannt werden, dass sich der Unterbau für die anstehende Straßenerneuerung nicht mehr eignen würde und ohnehin gegen tragfähigeres Neumaterial ausgetauscht werden müsse. Deshalb sei es wirtschaftlicher, den neuen Straßenkörper um ca. 6 Meter nach Norden zu verlagern und auf dem freiwerdenden Raum die alte Straße als Radwegtrasse umzufunktionieren. Eine geniale Idee, wie wir meinen!

Der Fahrradweg könnte somit wie von vielen Bürgern als die sinnvollere Lösung erachtet, im Süden auf dem Gebiet der bestehenden Straße und als Fortsetzung der bereits bestehenden Teilstrecke unterhalb der Wendelstein-Siedlung errichtet werden. Durch die neu geplante Verschiebung der St2054 um ca. 6 m nach Norden hin wären nur Grundstücksfragen auf der Nordseite zu klären, für die von den Eigentümern bereits eine höhere Bereitschaft dazu signalisiert worden war.

Eine Querungshilfe mit kleiner Insel am Ortsausgang von Glonnbercha würde zudem Radler unterstützen, die in Richtung Petershausen unterwegs wären, um sicher auf den Radweg zu gelangen.

Die jetzige Variante sieht einen Fahrradweg mit ca. 2,5 m Breite vor. Daran folgt durch einen Grünstreifen getrennt die neu gebaute St2054 mit einer Breite von ca. 6 m. Der Gesamtverlauf soll dabei etwas geglättet werden (siehe Skizze:).

Herr Andorfer erläuterte zudem noch einmal seinen Beitrag, dem StBA schon vor einigen Jahren eine landwirtschaftliche Ackerfläche genau in der Mitte der Strecke, speziell für die Errichtung eines Fahrradwegs zur Verfügung gestellt zu haben. Dadurch kann ein einfacher Grundstückstausch am selben Ort erfolgen, ohne daß die aktiven Landwirte irgendwelche Flächeneinbußen befürchten müssten. Dies sei in der Vergangenheit wohl nicht so klar herübergekommen.

Auf die Frage nach dem Zeitplan der Realisierung wurde von Herrn Oelschlegel ein Zeitfenster von ca. 2 Jahren genannt, die Dringlichkeit des Projekts sei allen Beteiligten bekannt. Parallel zu den Grundstücksfragen stehen auch noch Verhandlungen mit dem Wasserwirtschaftsamt sowie mit der unteren Naturschutzbehörde an, da hier ein Wiesenbrütergebiet tangiert werde.

Gehsteig in Glonnbercha: Dieter Lange bekräftigte die Notwendigkeit, dass als Fortführung des Geh- und Radweges dringend ein Gehsteig zur Sicherheit der Bürger errichtet werden müsse. Dazu wäre seiner Meinung nach die Südseite der Ortsdurchführung der St 2054 besser geeignet als die Nordseite. Kinder könnten so nach dem Eintreffen im Ort mit dem Rad auf diesem sicher bis zu ihrem Endziel weiter radeln, aber auch für Erwachsene wäre der sichere Gehsteig eine längst überfällige Einrichtung, die seinerzeit Bürgermeister Götz schon vor über 24 Jahren als beschlossene Sache angekündigt hatte.

Frau Pfister breitete vor allen Anwesenden die Pläne der neuen Variante aus, so dass wir sie im Detail begutachten konnten:

Von L n. R: Emil Andorfer, Dieter Lange, Bernhard Seidenath, Hildegard Weßner, Hans Jörg Oelschlegel, Sylvia Pfister

Auf die Frage nach der Weiterführung des Radwegs als zweitem Bauabschnitt bis Hohenkammer (dort haben wir auch zahlreiche „Follower“ bzw. Interessierte) könnte man sich einen zeitlichen Korridor bis zum Jahr 2024 vorstellen, falls bis zu diesem Zeitpunkt das neue Radwege-Gesetz unterstützend in Kraft treten würde. Dass ein solcher Radwegabschnitt unbedingt einen Straßenneubau der St 2054 bis Hohenkammer begleiten müsste und dass dieser sinnvollerweise auch auf der Südseite der St2054 entlang laufen sollte, darüber waren sich alle Anwesenden einig.

MdL Bernhard Seidenath fasste die besprochenen Aussagen noch einmal zusammen und wir bestätigten, dass wir die aktuelle neuere Variante mit deutlicher Zustimmung  favorisieren würden.

Aus unserer Sicht wird das Projekt in jedem Fall dadurch verbessert, indem eine zusätzlich notwendige Querung auf Höhe der Wendelstein-Siedlung fortfällt (ein Gefahrenpunkt weniger für Unfälle) und da die Ankunft der Radler in Glonnbercha jetzt auf der „richtigen“ Seite erfolgen wird, was eine weitere Verbesserung der Verkehrssicherheit, aber auch eine höhere  Akzeptanz für die Nutzung bedeutet.

Wir dankten allen Beteiligten für ihre Anreise und ihre Mühen, die zu dieser in angenehmer Atmosphäre und guter Laune geführten Konferenz beigetragen haben. Wir blicken jetzt zuversichtlicher in die Zukunft und hoffen, dass möglichst noch dieses Jahr erste sichtbare Schritte zur Realisierung erfolgen werden. In Glonnbercha gibt es viele Kinder – mit Tendenz nach oben – und auch genug Erwachsene ohne eigenen PKW, die Dank des Rad- und Gehwegs einen eigenständigen und sicheren Anschluss an den Hauptort bekommen würden. Wir hoffen also, daß der erste Spatenstich nicht mehr allzulange auf sich warten lässt!

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