Gespräch der Radweg-Gruppe mit dem Strassenbauamt Freising

Zusammenfassung Gespräch der Radweg-Gruppe, vertreten durch Irena Deville, Emil Andorfer und Dietrich Lange mit dem Strassenbauamt Freising – anwesend Frau Sylvia Pfister und Frau Barbara Mayr (Planungsabteilung) am 23.7.2019

Nach Erläuterung des IST-Zustands (die Straße ist eng, unübersichtlich,  an vielen Stellen beschädigt und daher gefährlich, sowohl für die Autofahrer als auch für Fußgänger und Radfahrer) äußerten die Vertreter der Aktion „Radweg-Petershausen“ ihre Vorschläge und Wünsche für eine anstehende Sanierung der Staatsstraße St 2054 zwischen Hohenkammer und Petershausen inkl. Errichtung eines begleitenden Geh- und Radwegs. Es herrschte unter allen Anwesenden Einvernehmen darüber, daß dieses seit mehr als 10 Jahren laufende Projekt nunmehr dringend realisiert werden müsse. 

Mit Konzentration auf den möglicherweise ersten Bauabschnitt (incl. Geh- und Radweg zwischen Petershausen und Glonnbercha) wurden die Varianten einer realisierbaren Bauausführung wie folgt besprochen:

– Variante A: Hier würde der Fahrradweg im Südbereich angelegt werden (bisherige  Planung), dabei gab und gibt es aber die bekannten Probleme beim Erwerb der notwendigen Grundstücksstreifen. Allerdings wäre diese Variante günstiger, da die 250 m bereits bestehender Radweg vor der Wendelsteinsiedlung genutzt werden könnten und ein Grundstückserwerb von gleicher Länge bis zur Ecke zur Münchner Strasse entfallen würde. Ausserdem wäre hier ein bereits gesichertes Ersatzgrundstück als Tauschfläche für sämtliche anliegende Landwirte vorhanden.

– Variante A 1: Die gesamte Staatsstraße rutscht ca. 3 – 4 m nach Norden in Richtung Glonnwiesen, so dass der Geh- und Radweg auf dem südl. Grund der heute bestehenden Staatsstraße angelegt werden kann (er wäre also bereits fertig, wenn dazu der entsprechende Streifen der alten St 2054 benutzt werden würde), und auch die weiteren Vorteile von Plan A könnten genutzt werden. 

Frau Pfister weist diese Variante in die Schranken, da dann für die neu anzulegenden Staatsstraßenstreifen im Nordbereich der Boden aufwendig abgetragen und neu befestigt werden müsste, was deutlich teurer käme als beim bereits verfestigten Grund einer bestehenden Straße. Einen neuen Radweg  in der Aue  anzulegen wäre  dagegen wesentlich einfacher, da Radwege nicht so aufwendig befestigt werden müssten. Herr Andorfer meint dazu, dass der Straßenaufbau der alten St 2054 von Haus aus nicht besonders stabil wäre, gemessen an heutigen Maßstäben. Er wurde nach dem Krieg erbaut, ist also ein nur überteerter früherer Schotterweg, ohne vorherigen Bodenaustausch und  Verdichtungsmaßnahmen. D. Lange ergänzt, dass der Grund der Staatsstraße auch ordentlich in der Höhe verformt und wellig ist (Höhenschlag), was ohnehin abgetragen werden müsste. Viel wäre dann nicht mehr übrig von der alten Staatsstraße, die auch an den Seiten immer wieder deutlich absinkt. Ein vollständige Sanierung (neu Schottern, Planieren, Verdichten, Walzen usw ) wäre daher das beste Konzept und sicher auch notwendig, dann wäre diese Variante eine Lösung mit den wenigsten gefährlichen Querungen für Radfahrer (wir gehen davon aus, dass die spätere Fortführung des Radwegs bis Hohenkammer auch auf der Südseite der St 2054 entlang laufen würde).

– Variante B: Die Staatsstraße wird wie geplant saniert und in den Kurvenbereichen leicht überarbeitet. Der begleitende  Geh- und Radweg wird nördlich in Richtung der Glonnwiesen angelegt, möglichst durchgehend von der Einmündung in die Münchener Strasse bis in den Ortskern von Glonnbercha hinein. Ein zusätzlicher Grunderwerb  auf dieser Seite  wäre dazu notwendig. Frau Pfister findet unsere Information dienlich,  daß die meisten hiervon betroffenen Grundstückseigentümer für einen solchen Verlauf nicht grundsätzlich dagegen sein würden, falls die Varianten A bzw. A1 scheitern sollten. 

Wie geht es jetzt weiter? Zunächst soll eine Unfallkommission, bestehend aus Vertretern der Polizei, des Landratsamtes und des Strassenbauamtes eventuelle Reibungspunkte eines Radwegverlaufs planungsmäßig untersuchen und beurteilen. Ergebnisse sind im Spätsommer zu erwarten. 

Bei positivem Ergebnis sollen die neuen Planungen im Detail erfolgen, was allerdings Zeit benötigt – welche wir wegen der angespannten Verkehrssituation eigentlich nicht mehr haben. Mit  vermehrten Unfällen – auch Personenschäden – müssen wir daher rechnen!

Frau Deville, Herr Andorfer und Herr Lange übergeben eine Original-Unterschriftenlisten mit  966 Unterschriften Pro Geh- und Fahrradwegan Frau Pfister (Foto): 606 persönliche Unterschriften und 360 Online-Unterschriften. Kopien davon sollen auch an die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden Petershausen und Hohenkammer, die Landtagsabgeordneten der Wahlkreise Dachau und Freising, sowie an die mitwirkenden Behörden gesendet werden.

Ein Pressemitteilung an die lokalen Zeitungen und Medien ist in Erstellung.

Das Gespräch fand am Vormittag des 23.7.2019 beim Straßenbauamt Freising, Zentralstelle Winzererstrasse 43 in München statt.

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